ZAROS

Ursprüngliches Kreta - Urlaub bei Freunden
 

Kretareisen in Zeiten von Corona

Wir waren nach dem coronabedingten Ausfall unserer Kretareise, die Ende April/Anfang Mai stattfinden sollte, entschlossen, nach Kreta zu reisen, sobald die Lage es zulässt, um unsere kretischen Freunde zu unterstützen. Am 01.07.2020 wurde der Flugverkehr zwischen Deutschland und Griechenland wieder aufgenommen.

Obwohl uns Condor bis heute auf die uns zustehende Rückerstattung des Flugpreises oder zumindest einen Gutschein warten lässt und obwohl Condor unseren Tarif nicht mehr anbietet, entschlossen wir uns, mit Condor zu fliegen. Die Buchung unternahm unser krisengebeuteltes Freudenberger Reisebüro in Person von Walter Terbeck. Wir füllten online ein Formular aus, um einen QR-Code zugewiesen zu bekommen, nach dem am Flughafen in Heraklion stichprobenartig Coronatests durchgeführt werden sollten. Dieser erreichte uns planmäßig per Mail am Tag vor der Abreise. Am Montag, den 06.07.2020 flogen wir in aller Früh von Frankfurt/Main nach Heraklion, das vorgeschriebene Tragen des Mund-/Nasenschutzes (MNS) war auch für fast acht Stunden vom Betreten des Frankfurter Flughafengebäudes bis zum Verlassen des Terminals in Heraklion kein Problem. Ein paar Wenige mussten vom Bordpersonal an das richtige Tragen erinnert werden. Das Boarding über die Fluggastbrücke ("Finger") klappte reibungslos, man ließ immer nur jeweils die Passagiere für zehn Reihen einsteigen. Das Bordgepäck, normalerweise in unserem Tarif ein Trolley/Rucksack, eine Laptoptasche und eine kleine Handtasche, war auf ein einziges Gepäckstück begrenzt, um das Gedränge beim Verstauen zu entzerren. Das funktionierte auch sehr gut. Wir hatten in unserem Tarif Essen und Getränke gebucht und bekamen jeweils eine kleine Flasche Mineralwasser (3,50 €) und einen Snackbag (Papierbeutel mit Müsliriegel, Joghurt, Brownie, Keksen u.ä. 6,50 €), einen Bordverkauf gab es nicht, die Toiletten sollten nur im Notfall benutzt werden. Nach der Landung blieben alle Passagiere vorbildlich auf ihren Plätzen, dann ließ man gestaffelt die Passagiere der ersten zehn Reihen vorne und die Passagiere der letzten zehn Reihen hinten aussteigen und mit dem Bus zum Terminal bringen, dann folgten die nächsten zehn Reihen usw.

Bei der Abholung unseres Leihwagens bei Carrentalcrete trug das Personal MNS, ich natürlich auch. Als wir dann Richtung Zaros starteten, konnten Gudrun und ich die Masken abnehmen.

In den Nana-Apartments wurde auf Abstand geachtet, das Personal trug MNS, das Frühstück wurde auf der überdachten Terrasse gereicht.

In den von uns besuchten Tavernen und Geschäften trug das Personal MNS, im ländlichen Bereich fehlte er aber schonmal.

Die Preise in den Tavernen haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht geändert, jedoch war der Treibstoff billiger geworden (Diesel 2020 1,38 €, 2021 1,18 €)

Wir kennen Kreta ja nur aus "unseren" Urlaubszeiten Januar/Februar, April/Mai und Oktober/November, eigentlich ist uns der Juli zu heiß und auch für unser Hobby, die Fotografie, nicht die ideale Zeit. In unseren Augen war die Insel nicht schlecht besucht, nach Aussagen von Einheimischen für die Zeit der eigentlichen Hochsaison aber entschieden zu leer.

Da wir durch die Einschränkungen von Gudrun eher selten einen Strand aufsuchen, war unser Urlaub eigentlich fast wie immer. Wir haben viele Ziele (Omalos-Hochebene, Amarital, Berge über Zaros, Lendas, Paranymfi, Lassithi-Hochebene, Xerokampos, Kali Limenes, Sfakia, ...) besucht und waren meist ganz alleine. Den Wochenmarkt in Mires haben wir gemieden. Man kann Infektionsrisiken auf der Insel und in unserer Unterkunft gut aus dem Weg gehen, so dass wir uns zu keiner Zeit Sorgen gemacht haben. Für den Rückflug nach Deutschland empfiehlt sich ein Online-Check-in, so dass man die Zeit am Flughafen auf das absolut Notwendige reduzieren kann.

Wenn jemand aber angesichts der aktuell durch die zunehmende Reisetätigkeit logischerweise steigenden Infektionszahlen Bedenken hat, sollte er besser zuhause bleiben, denn dann wird er nirgendwo einen entspannten Urlaub verbringen.